Botanisches Profil
Hinweis zur Artabgrenzung: Süßorange (Citrus sinensis) und Bitterorange (Citrus × aurantium) sollten in botanischen und phytochemischen Aussagen getrennt betrachtet werden.
Die Ringelblume gehört zu den klassischen europäischen Blütenpflanzen der traditionellen Pflanzenkunde. Ihre auffälligen orangegelben Blütenköpfchen stehen seit Jahrhunderten im Mittelpunkt europäischer Kräutertraditionen.
Calendula officinalis L. ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Blütenköpfchen sind der zentrale Pflanzenteil in der traditionellen und pharmakognostischen Beschreibung.
Phytochemie
Phytochemisch werden bei der Ringelblume insbesondere Triterpene, Flavonoide, Carotinoide, Polysaccharide und ätherische Ölbestandteile beschrieben. Die intensive Blütenfarbe verweist auf den Carotinoid-Kontext der Pflanze, während Triterpenfraktionen in der modernen phytochemischen Literatur häufig diskutiert werden.
Traditionelle Anwendungen
Die EMA-Monographie zu Calendula officinalis L., flos (EMA/HMPC/437450/2017) beschreibt traditionelle pflanzliche Anwendungskontexte im Bereich Haut und Schleimhaut. Auch ESCOP führt Calendulae flos als traditionelle Blütendroge.
Aktuelle Forschung
Moderne Forschung untersucht unter anderem Triterpenprofile, Carotinoide, antioxidative Pflanzenstoffe und experimentelle Hautbarriere-Kontexte. Diese Forschung ist als wissenschaftlicher Kontext zu verstehen.
Quellen
- Community herbal monograph on Calendula officinalis L., flos
- ESCOP Monographs – Calendulae flos
- Calendula flower / Calendulae flos
- Preethi KC, Kuttan R. Wound healing activity of flower extract of Calendula officinalis. Journal of Basic and Clinical Physiology and Pharmacology. 2009.
Hinweis
Die in diesem Pflanzenprofil dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus botanischen, phytochemischen, historischen und wissenschaftlichen Quellen zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Fachinformation und ersten Orientierung.
Die Inhalte stellen keine Zusicherung bestimmter Eigenschaften, Wirkungen, Qualitäten oder Einsatzmöglichkeiten von Produkten oder Extrakten dar. Insbesondere begründen sie keine Garantie, Eignungszusage oder Aussage zur Verkehrsfähigkeit, Zulässigkeit oder Verwendbarkeit in konkreten Anwendungen oder Märkten.
Die Beurteilung der Eignung eines Rohstoffs oder Extrakts für einen bestimmten Verwendungszweck sowie die Einhaltung aller geltenden rechtlichen und regulatorischen Anforderungen obliegen ausschließlich dem jeweiligen Verwender.
