Pflanzenprofil

Wassernabel

Centella asiatica (L.) Urb.

Deutscher NameWassernabel
Botanischer NameCentella asiatica (L.) Urb.
FamilieApiaceae

Botanisches Profil

Centella asiatica ist eine kriechende Apiaceae-Art feuchter tropischer und subtropischer Standorte. Rohstoffkundlich bedeutsam sind Kraut und Blätter sowie triterpenreiche Extrakte mit Asiaticosid-, Madecassosid- und Asiatic-Acid-Fraktionen.

Centella asiatica ist eine niedrig wachsende, kriechende krautige Pflanze mit dünnen Ausläufern, rundlich-nierenförmigen Blättern und kleinen unscheinbaren Blüten. Sie wächst an feuchten Standorten, in Gräben, Reisfeldrändern, Sümpfen, feuchten Wiesen und tropischen Tieflandsregionen. Die Pflanze gehört zur Familie Apiaceae, besitzt jedoch nicht das typische hoch aufrechte Erscheinungsbild vieler Doldenblütler. Als Rohstoff werden vor allem oberirdische Teile, Kraut und Blätter genutzt.

Phytochemie

Centella asiatica enthält pentacyclische Triterpene und Triterpenglykoside, insbesondere Asiaticosid, Madecassosid, Asiatic Acid und Madecassic Acid. Daneben kommen Flavonoide, phenolische Säuren, geringe Mengen ätherischer Komponenten, Polysaccharide, Aminosäuren und Mineralstoffe vor. Wässrige Zubereitungen, hydroalkoholische Extrakte und hochgereinigte Triterpenfraktionen unterscheiden sich stark. Für kosmetische und pharmazeutische Rohstoffe sind definierte Triterpengehalte zentrale Qualitätsparameter.

Traditionelle Anwendungen

Centella asiatica ist in ayurvedischen, südostasiatischen, chinesischen, afrikanischen und ozeanischen Traditionen als Blatt- und Krautpflanze bekannt. In einigen Regionen werden frische Blätter auch kulinarisch als bitter-aromatisches Grün verwendet. In der ayurvedischen Literatur erscheint die Pflanze häufig unter dem Namen Mandukaparni, wobei eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen als Brahmi bezeichneten Pflanzen notwendig ist.

Aktuelle Forschung

Die moderne Forschung befasst sich intensiv mit Triterpenglykosiden, Wundheilungs- und Hautmodellen, Kollagenstoffwechsel, Mikrozirkulationsmodellen, neuropharmakologischen Fragestellungen, analytischer Standardisierung und Sicherheitsbewertung. Kosmetische und dermatologische Forschung betrachtet häufig definierte Triterpenfraktionen. Daten sind stark abhängig von Extrakttyp, Triterpengehalt und Reinheit.

Quellen

  • Plants of the World Online: Centella asiatica (L.) Urb.; Royal Botanic Gardens, Kew.
  • Fachliteratur zu Centella asiatica, Asiaticosid und Madecassosid.
  • Ethnobotanische und ayurvedische Fachliteratur zu Mandukaparni.

Hinweis

Die in diesem Pflanzenprofil dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus botanischen, phytochemischen, historischen und wissenschaftlichen Quellen zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Fachinformation und ersten Orientierung.

Die Inhalte stellen keine Zusicherung bestimmter Eigenschaften, Wirkungen, Qualitäten oder Einsatzmöglichkeiten von Produkten oder Extrakten dar. Insbesondere begründen sie keine Garantie, Eignungszusage oder Aussage zur Verkehrsfähigkeit, Zulässigkeit oder Verwendbarkeit in konkreten Anwendungen oder Märkten.

Die Beurteilung der Eignung eines Rohstoffs oder Extrakts für einen bestimmten Verwendungszweck sowie die Einhaltung aller geltenden rechtlichen und regulatorischen Anforderungen obliegen ausschließlich dem jeweiligen Verwender.