Pflanzenprofil

Liebstöckel

Levisticum officinale W.D.J.Koch

Deutscher NameLiebstöckel
Botanischer NameLevisticum officinale W.D.J.Koch
FamilieApiaceae

Botanisches Profil

Hinweis: Aussagen zu Liebstöckel sollten zwischen Wurzel, Kraut und Samen differenzieren.

Liebstöckel ist eine traditionelle europäische Küchen-, Wurzel- und Aromapflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die Pflanze ist durch ihr kräftiges, sellerieähnliches Aroma bekannt.

Levisticum officinale ist eine ausdauernde, kräftige Doldenblütlerpflanze mit großen gefiederten Blättern, hohlen Stängeln, gelblichen Doldenblüten und einer stark aromatischen Wurzel. Die Pflanze wurde früh in europäischen Kräuter- und Klostergärten kultiviert. In der pharmakognostischen Literatur steht vor allem die Wurzel, Levistici radix, im Mittelpunkt; in der Küchenpraxis werden auch Blätter und junge Triebe genutzt.

Phytochemie

Liebstöckel enthält ätherisches Öl, Phthalide, Cumarine, Furanocumarine, Phenolsäuren und weitere aromatische Wurzel- und Blattinhaltsstoffe. Der charakteristische Geruch wird wesentlich durch Phthalid-Kontexte geprägt. Wurzel, Blatt und Frucht unterscheiden sich deutlich in ihren Inhaltsstoffprofilen.

Traditionelle Anwendungen

Liebstöckel besitzt eine lange Tradition als Gewürz- und Gartenpflanze. In Kloster- und Bauerngärten wurde die Pflanze wegen ihres kräftigen Aromas kultiviert. Historische Kräuterbücher beschreiben Liebstöckel als Wurzel- und Würzpflanze. Arzneibuch- und Standardwerkliteratur führt die Wurzel als eigenständigen Drogenkontext.

Aktuelle Forschung

Forschung zu Liebstöckel behandelt ätherisches Öl, Phthalide, Cumarine, Furanocumarine, analytische Qualitätskontrolle sowie antioxidative und antimikrobielle Experimentalfelder. Wissenschaftlich relevant ist die Differenzierung zwischen Blatt-, Frucht- und Wurzelprofil.

Quellen

  • {'typ': 'Europäische Pharmakopöe', 'titel': 'Levistici radix'}
  • {'typ': 'Standardwerk', 'titel': 'Wichtl M. Teedrogen und Phytopharmaka – Liebstöckel'}
  • {'typ': 'Standardwerk', 'titel': 'Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis – Levisticum officinale'}
  • {'typ': 'Forschung', 'titel': 'Phytochemische Literatur zu Levisticum officinale, ätherischem Öl, Phthaliden und Furanocumarinen'}

Hinweis

Die in diesem Pflanzenprofil dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus botanischen, phytochemischen, historischen und wissenschaftlichen Quellen zusammengestellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Fachinformation und ersten Orientierung.

Die Inhalte stellen keine Zusicherung bestimmter Eigenschaften, Wirkungen, Qualitäten oder Einsatzmöglichkeiten von Produkten oder Extrakten dar. Insbesondere begründen sie keine Garantie, Eignungszusage oder Aussage zur Verkehrsfähigkeit, Zulässigkeit oder Verwendbarkeit in konkreten Anwendungen oder Märkten.

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